Spiel ist wichtig
Category: Architektur
Was denken wir, wenn wir an Spiel denken? Eine Freizeitbeschäftigung? Spiele? Kindische Aktivitäten? Das Gegenteil von Arbeit? Denken Sie um: Wenn wir glücklich und ausgeruht sind, können wir selbst unsere täglichen Aufgaben spielerisch angehen – mit der Haltung des Spiels, ohne die eigentliche Spielhandlung. Was also ist Spiel? In „Play Matters“ argumentiert Miguel Sicart, dass Spielen bedeutet, in der Welt zu sein; Spielen ist eine Form, unsere Umgebung zu verstehen und mit anderen in Kontakt zu treten. Spiel geht über Spiele hinaus; es ist eine Art, Mensch zu sein.
Wir spielen Spiele, aber wir spielen auch mit Spielzeug, auf Spielplätzen, mit Technologien und Design. Sicart schlägt eine Theorie des Spiels vor, die nicht von einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Aktivität abgeleitet ist, sondern ein tragbares Werkzeug des Seins darstellt – nicht an Gegenstände gebunden, sondern von Menschen in die komplexen Interaktionen ihres Alltags eingebracht. Es ist nicht von der Realität getrennt; es ist ein Teil davon. Es ist lustvoll, aber nicht unbedingt lustig. Spiel kann gefährlich, süchtig machend und zerstörerisch sein.
Im Verlauf des Buches betrachtet Sicart die Spielhaftigkeit, die Fähigkeit, Spiel außerhalb des Spielkontexts zu nutzen; Spielzeug, die Materialisierung des Spiels – Instrumente, aber auch Spielkameraden; Spielplätze, Spielräume, die alle Arten von Spiel ermöglichen; Schönheit, die Ästhetik des Spiels durch Handlung; politisches Spiel – von Maradonas Tor gegen England bei der WM 1986 bis zu den hacktivistischen Aktivitäten von Anonymous; die politische, ästhetische und moralische Aktivität des Spieldesigns; und warum Spiele und Computer so gut harmonieren.









