Marcel Duchamp: Die Kunst des Schachspiels


Category: Architektur
Marcel Duchamp: The Art of Chess ist die erste umfassende Studie in deutscher Sprache, die untersucht, wie Duchamps Tätigkeit als Schachspieler seine Kunst beeinflusste.
Francis M. Naumanns Essay „Marcel Duchamp: the Art of Chess“ zeigt, dass die Chronologie von Duchamps Leben parallel zu den verschiedenen Phasen einer Schachpartie verläuft – von der Eröffnung über das Mittelspiel bis zum Endspiel. Dabei wird deutlich, wie verschiedene von ihm subtil inszenierte Ereignisse dem sich entfaltenden Muster einer Partie ähneln – eines Spiels, das, soweit es das Kunstspiel betrifft, immer noch gespielt wird.
Bradley Baileys Essay „Passionate Pastimes: Duchamp, Chess, and the Large Glass“ zeigt, dass Duchamps Identität als Schachspieler so eng mit seiner Arbeit als Künstler verwoben ist, dass die beiden Tätigkeiten ästhetisch und konzeptionell untrennbar sind. Diese Wechselbeziehung wird besonders deutlich in Duchamps Meisterwerk „The Bride Stripped Bare by Her Bachelors, Even“ (1915–23), besser bekannt als „Das Große Glas“ (Philadelphia Museum of Art), sowie in der Vorstudie „Nine Malic Molds“ (1913–14, Musée National d’Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris).
Jennifer Shahade wählt fünfzehn von Duchamps Schachpartien aus und analysiert sie fachkundig. Die Partien wurden von Jean Sabrier in einer Schriftart dargestellt, die Duchamps „Design for Chessmen“ (1918) nachempfunden ist.









