Designerly Ways of Knowing: Ein Arbeitsinventar der Dinge, die ein Designer wissen sollte


Category: Architektur
Design Thinking hat innerhalb der Disziplin zu Spaltungen geführt: Entweder sind Designer zu sehr theoriegetrieben oder schlichtweg Praktiker. Wer sich verloren fühlt, greift schnell zu einer Sprache, die kreative Produktion auf leicht vermittelbare Weise inspirieren soll – eine Rhetorik, die Design nutzt, um Machtverhältnisse zu wahren, hegemoniale Überzeugungen zu feiern und Designer in einer schlechten Ausbildung zu indoktrinieren, die unfähig ist, andere Zukünfte zu denken. Nimmt man die Haftnotizen, die A3-Papiere und die Marker weg – können Designer dann noch denken?
In Anlehnung an Antonio Gramscis Rat, dass Selbsterkenntnis eine Bestandsaufnahme erfordert, würdigt die Designkritikerin, Pädagogin und Forscherin Danah Abdulla den verstorbenen Architekten, Aktivisten und Kritiker Michael Sorkin. Seine ursprüngliche Liste „Zweihundertfünfzig Dinge, die ein Architekt wissen sollte“ inspirierte diese aktualisierte Version, die sich an Designer richtet. Die iterative Liste ist nicht als endgültige Anleitung gedacht, sondern soll Gespräche anregen, kritisches Denken fördern und Designern helfen, ihre Disziplin neu zu gestalten.









